Rund um Ebay

Gefühlte 90% von uns haben schon mal etwas bei Ebay ge- oder verkauft. Grundsätzlich auch eine super einfache Sache, jedoch nicht immer.
Dass es auch mal weniger gut laufen kann musste nun ein Freund von mir feststellen, und da folgendes jedem schnell passieren kann mache ich nun mal darauf aufmerksam.
Es ging darum, dass ein Artikel bei Ebay zum Verkauf angeboten, das Angebot jedoch nach kurzer Zeit wieder entfernt wurde. Das Problem war nun, dass es bereits Gebote gab und der Höchstbietende darauf den Artikel zum aktuellen Gebot verlangte, welches erst ca. 5% des Warenwertes erreicht hatte.
Damit hat der Bieter sogar grundsätzlich Recht.
Im deutschen Recht entsteht ein Kaufvertrag durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen: Angebot und Annahme. Hierbei ist das Angebot bindend und kann nach Annahme nicht mehr zurückgenommen werden. In den AGB von Ebay ist das ganze so geregelt, dass das Einstellen des Artikels das
Angebot und das jeweils höchste Gebot die Annahme ist. Das Gebot, und somit die Annahme, erlischt, wenn ein anderer Bieter während der Angebotsdauer ein höheres Gebot abgibt.
Wird eine Auktion also vor Ablauf beendet liegt somit eine wirksame Annahme des aktuellen Höchstbieters vor.
Da es bei Ebay jedoch die Möglichkeit gibt Auktionen vorzeitig zu beenden gibt es natürlich auch Szenarien, in denen es legitim ist eben dies zu tun ohne mit rechtlichen Folgen, wie dem Abschluss eines Kaufvertrages, rechnen zu müssen. Hierzu gibt es ein ziemlich aktuelles Urteil vom OLG Hamm (04.11.2013 – 2 U 94/13 – Wen es interessiert kann es gerne genauer nachlesen),
in dem festgestellt wird, dass ein bei Ebay eingestelltes Angebot unter dem Vorbehalt entsteht, dass kein Widerrufgrund nach den Ebay-Bedingungen bestehe. Ein Widerrufsgrund liegt z.b. dann vor, wenn dem Anbieter beim Einstellen des Angebots ein Fehler unterlaufen sei. Darauf, ob es nach den gesetzlichen Bestimmungen auch anfechtbar sei, komme es dabei nicht an.
Wir halten also fest, dass man einen Widerrufsgrund braucht.

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Hinter den Kulissen

Was genau braucht man eigentlich wenn man einen Blog in Selbstregie betreiben möchte? Eigentlich ist das ganz einfach:

Server
Anbieter für Webserver gibt es wie Sand am Meer, egal ob kostenlose oder kostenpflichtige. Im besten Fall nimmt man natürlich einen Anbieter der monatlich Geld kostet, damit nicht ungefragt nervige Werbung auf der Seite geschaltet wird. Aber auch nach dieser Eingrenzung ist die Auswahl noch so gut wie unüberschaubar, daher ist es hilfreich auf Erfahrungsberichte von Bekannten oder Leuten im Netz zurückzugreifen.
Vorletzte Woche habe ich mich daher ein wenig mit meinem Bekannten von mbitme.de (Blog wurde leider eingestellt) darüber unterhalten und er empfahl mir den Anbieter uberspace.de. Dieser Anbieter besticht mit seinem außergewöhnlichen Konzept, dort gibt es keine festen Pakete mit Trafficvolumenbegrenzung oder anderen Einschränkungen die man bucht. Der Nutzer bestimmt selbst den Preis den er bereit ist im Monat zu bezahlen(mindestens 1€) und bekommt dafür 10 Gigabyte Speicherplatz und fast komplette Freiheit was er auf dem linuxbasierten Server anstellen möchte. Datenbankzugang, FTP-Benutzer und ein Mailaccount wird direkt bei der Anmeldung erstellt und ist sofort nutzbar. Per SSH(Secure Shell) kann man noch weitere Sachen wie Cronjobs etc. anlegen. Ich selbst habe zum Beispiel einen Cronjob angelegt der mir alle 5 Minuten das Git Repository eines Uni-Projektes pulled und mir ein Log dazu anlegt. Aber das ist noch längst nicht alles, wenn ihr mehr erfahren wollt schaut am besten mal in die Uberspace.de FAQ.

Domain
Wer eine Seite betreiben will braucht natürlich auch einen Namen für diese und im besten Fall eine dazu passende Domain. Viele Serverbetreiber bieten direkt mit an eine Domain zu buchen, jedoch sollte man solche Angebote eher nicht annehmen. Es bietet sich an die Domain bei einem externen Anbieter zu mieten wie in unserem Fall easyname.com, damit man bei einem eventuellen Serverwechsel ohne Probleme und lange Ausfallzeiten die Domain umleiten kann. Bei unserem Webhoster trägt man dann nur noch schnell per SSH die aufzulösenden Domains ein und dieser gibt einem im Gegenzug die A- und AAAA-Resource Records, diese trägt man beim Domainanbieter ein und wenig später leitet die URL auf unsere Seite weiter.

Content-Management-System
Das ist wohl der wichtigste Punkt, aber es gibt eine Dominante Kraft im Netz und dieser konnten auch wir uns nicht entziehen: WordPress.
Was soll man noch großartig zu WordPress schreiben, es bietet einfach alles was man als Blogger braucht: Themes, Plugins, Multiaccounting, einfache Datensicherung und vieles mehr. Die riesige Community versorgt sich selbst mit Themes und Plugins, diese sind mit ein wenig Know-how im Nachhinein an die eigenen Bedürfnisse anpassbar.

Der Anbeginn eines neuen Zeitalters…

Willkommen!
Nach stundenlanger Diskussion, wem denn nun die Ehre zu Teil werden soll den Eröffnungsbeitrag zu schreiben und somit den Blog einzuweihen, zog Ich das kürzere Streichholz konnte ich mich glücklicherweise erfolgreich durchsetzen und darf euch nun in die tiefsten Tiefen unserer Zukunftspläne entführen. Das Ergebnis, dessen Wurzeln einige mehr oder minder ersthafte Ideen in abendlichen Skypekonferenzen waren und sich über Monate ansammelten, seht ihr nun hier.
Voilá: zufaelligexperten.de !

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